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MBC Kierspe e.V. Ortsclub im ADAC

Motoball Gruppe Nord

Tempo. Technik. Teamgeist.

 

🖤 Wir nehmen Abschied von Siegfried „Siggi“ Mlodzikowski

Es gibt Menschen, die sind Mitglied in einem Verein. Und es gibt Menschen, die sind so viel mehr. Menschen, die einen Verein prägen, ihn mit Leben füllen und ihn zu einem Stück Heimat machen.

Unser Siggi war genau so ein Mensch.

Am 28. September 2026 mussten wir Abschied von Siegfried „Siggi“ Mlodzikowski nehmen. Noch immer fällt es uns schwer, die richtigen Worte zu finden. Denn wie verabschiedet man sich von einem Menschen, der über 44 Jahre lang ein Teil des eigenen Vereinslebens war? Von jemandem, der immer da war, wenn man ihn brauchte? Von einem Freund, bei dem man sich sicher sein konnte, dass er einen nicht im Stich lässt?

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1982 kam Siggi zum MBC Kierspe. Und aus diesem Anfang wurde eine Verbindung, die sein Leben und unseren Verein über mehr als vier Jahrzehnte hinweg prägen sollte.

Siggi war nicht einfach nur Motoballer. Motoball war seine Leidenschaft, seine Heimat und ein großer Teil seines Lebens. Vielleicht war es sogar mehr als das. Wer Siggi kannte, wusste: Motoball war für ihn nicht einfach ein Hobby, das man ausübt. Es war etwas, das man im Herzen trägt. Etwas, für das man brennt. Und genau das tat Siggi – bis zu seinem letzten Tag.

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Mehr als 25 Jahre stand er selbst auf dem Platz. Als Spieler, als Kämpfer und als einer, auf den sich seine Mannschaftskameraden verlassen konnten. 1989 gehörte er zu der Mannschaft des MBC, die zu einem Freundschaftsspiel nach England reiste. Es waren solche Erlebnisse, die aus Mannschaftskameraden Freunde machten und aus einem Sport eine Gemeinschaft fürs Leben.

Ende der 2000er-Jahre endete schließlich seine aktive Laufbahn. Doch wer glaubte, Siggi würde sich nun zurückziehen, kannte ihn schlecht. Denn für ihn war längst klar: Solange er etwas für den Motoball und seinen MBC tun konnte, würde er es auch tun.

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2010 übernahm Siggi das Traineramt unserer Bundesliga-Mannschaft. Den Titel des Nordmeisters hatte der MBC unter Trainer Peter Proksch errungen. Siggi war Teil dieser erfolgreichen Vereinsgeschichte und brachte sich anschließend selbst als Trainer mit ganzer Kraft für unsere Mannschaft ein.

2014 war er außerdem einer der Männer, die unsere Altherrenmannschaft mit ins Leben riefen. Als Gründungsmitglied stand er zunächst regelmäßig selbst für die AH auf dem Platz. Später kümmerte er sich um die Organisation und übernahm bei einigen Spielen auch das Traineramt. Wieder einmal zeigte sich, was Siggi ausmachte: Er wollte nicht einfach nur dabei sein. Er wollte mithelfen, etwas aufbauen und dafür sorgen, dass die Gemeinschaft zusammenblieb.

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Und selbst im Jahr 2026 war seine Leidenschaft noch lange nicht erloschen.

Beim Sportfest des MSC Taifun Mörsch stand eine kleine Truppe unserer Altherren auf dem Platz. Siggi war bereits 69 Jahre alt. Und was machte er? Er schnürte noch einmal seine Schuhe, setzte den Helm auf und absolvierte tatsächlich einen kurzen Spieleinsatz.

Wer ihn dabei gesehen hat, konnte erkennen, wie viel Freude ihm dieser Moment bereitete. Vielleicht war es für ihn einfach ein weiteres Spiel. Für uns ist es heute eine Erinnerung, die einen ganz besonderen Platz bekommen wird. Noch einmal mittendrin zu sein, noch einmal den Helm aufzusetzen, noch einmal Motoball zu spielen – das war unser Siggi. Die Leidenschaft kannte bei ihm kein Alter.

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Und natürlich plante er schon die nächste Tour. Ende Oktober wollte er mit seinen Altherren-Freunden zum MBC 70/90 Halle reisen. Eine weitere Fahrt, weitere gemeinsame Stunden, weitere Geschichten, die man später im Vereinsheim erzählen würde.

Dass Siggi diese Reise nun nicht mehr mit uns antreten kann, tut besonders weh. Wir hätten ihm diese Fahrt von Herzen gegönnt. Und wir hätten ihm gewünscht, dass noch viele weitere folgen.

Doch Siggis Vermächtnis reicht weit über die eigenen Spiele hinaus.

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Bis zuletzt war er für unsere Jugend da. Er nahm die Kinder an die Hand, die neu zum Motoball kamen, und brachte ihnen das Fahren und Ballführen bei. Er erklärte, zeigte, übte und nahm sich Zeit. Viele unserer Nachwuchsspieler haben ihre ersten Stunden auf dem Motorrad bei ihm erlebt. Viele Kinder haben durch Siggi gelernt, was es bedeutet, Motoballer zu werden.

Vielleicht wird mancher von ihnen erst viel später verstehen, wie besonders es war, von einem Menschen gelernt zu haben, der diesen Sport über Jahrzehnte gelebt und geliebt hat. Siggi hat nicht nur Kindern das Fahren beigebracht. Er hat seine Begeisterung weitergegeben und damit ein Stück Zukunft unseres Vereins mitgestaltet.

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Und selbst damit war noch nicht Schluss. Auch 2026 kümmerte er sich um die Planung der Helfer bei unseren Heimspielen. Während andere vielleicht längst kürzergetreten wären, dachte Siggi noch immer daran, was der MBC brauchte und wie alles funktionieren konnte.

Denn wenn Siggi etwas für seinen Verein tun konnte, dann tat er es. Ohne großes Aufheben. Ohne lange darüber zu reden. Einfach, weil es für ihn selbstverständlich war.

Auch beim Bau unseres Motodroms und des Vereinsheims war er über lange Zeit nahezu täglich zur Stelle. Dafür fuhr er immer wieder rund 50 Kilometer von Dortmund nach Kierspe – hin und zurück. Selbst die Sperrung der A45 hielt ihn nicht davon ab, zu kommen und mit anzupacken.

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Wenn man all die Kilometer zusammenzählt, die Siggi im Laufe der Jahre für den MBC zurückgelegt hat, dürfte er vermutlich mindestens dreimal die Welt umrundet haben. Und wahrscheinlich hätte er selbst darüber nur gelacht und gesagt, dass es doch selbstverständlich gewesen sei.

Genau das war Siggi: Einer, der nicht lange fragte, wer helfen könnte. Einer, der selbst anpackte. Einer, der andere mobilisieren konnte. Wenn Siggi zum Telefon griff und um Unterstützung bat, dann halfen die Menschen. Nicht, weil sie mussten, sondern weil sie wussten, wer sie darum bat. Weil sie wussten, wie viel ihm der MBC bedeutete. Und weil sie wussten, dass Siggi selbst immer bereit war, alles zu geben.

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Dabei war er ein Mensch mit Ecken und Kanten. Ehrlich, direkt und manchmal unbequem. Aber immer aufrichtig. Bei Siggi wusste man, woran man war. Er sagte, was er dachte, und man musste nicht immer seiner Meinung sein. Aber man konnte sich darauf verlassen, dass er einem nichts vorspielte.

Und wenn man ihm ein persönliches Problem anvertraute, blieb es bei ihm. Er war jemand, mit dem man reden konnte. Jemand, der zuhörte. Jemand, der für viele nicht nur ein Vereinskamerad, sondern ein echter Freund und Vertrauter war.

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Dazu kamen sein Humor, seine Sprüche und seine besondere Art, mit Menschen umzugehen. Siggi hatte einen direkten Draht zu Jung und Alt. Er konnte mit den Kindern am Spielfeldrand genauso umgehen wie mit den alten Weggefährten im Vereinsheim. Wo Siggi war, gab es Geschichten, Gespräche und nicht selten etwas zu lachen.

Und dann waren da seine Freundschaften zu den anderen Motoballvereinen. Siggi pflegte Kontakte wie kaum ein anderer. Auf den Plätzen in ganz Deutschland und auch in den Niederlanden kannte man ihn. Und wer Siggi kannte, wusste, dass diese Kontakte für ihn weit mehr waren als Bekanntschaften aus dem Sport. Es waren Freundschaften, die über Jahre und Jahrzehnte gewachsen waren.

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Für Siggi gehörte es einfach dazu, auch über die Grenzen des eigenen Vereins hinaus füreinander da zu sein. Der Motoball verband Menschen – und Siggi lebte diesen Gedanken wie kaum ein anderer.

Der MBC Kierspe war für ihn nicht einfach ein Verein. Er war ein Stück Familie.

Und genau deshalb fühlt sich dieser Abschied so schwer an. Denn wir verlieren nicht nur einen langjährigen Spieler, Trainer, Organisator und Jugendbetreuer. Wir verlieren einen Menschen, der zu unserem Alltag gehörte. Einen Menschen, von dem man selbstverständlich annahm, dass er auch beim nächsten Spiel, beim nächsten Arbeitseinsatz oder bei der nächsten gemeinsamen Fahrt wieder dabei sein würde.

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Siggi war unser „Urgestein des MBC Kierspe“. Aber hinter diesem Wort steckte so viel mehr als eine lange Vereinszugehörigkeit. Dahinter steckte ein ganzes Leben voller Leidenschaft, Einsatz, Freundschaft und unzähliger gemeinsamer Erlebnisse.

Nun bleibt sein Platz leer. Seine Stimme wird uns fehlen, seine Sprüche, sein Lachen und seine direkte Art. Es wird Momente geben, in denen wir uns umschauen und für einen Augenblick erwarten, Siggi gleich irgendwo stehen zu sehen. Es wird Geschichten geben, bei denen wir unwillkürlich an ihn denken müssen. Und es wird Tage geben, an denen wir besonders gern noch einmal mit ihm gesprochen hätten.

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Vielleicht ist das der größte Beweis dafür, wie viel ein Mensch bedeutet hat: dass er auch dann noch mitten unter uns ist, wenn er nicht mehr da sein kann.

Lieber Siggi, danke für 44 Jahre MBC Kierspe.

Danke für deine Leidenschaft. Danke für deinen unermüdlichen Einsatz. Danke für all die Kilometer, die du für uns gefahren bist. Danke für die Zeit, die du unseren Kindern geschenkt hast. Danke für deine Kameradschaft, deine Ehrlichkeit und deine Freundschaft. Danke für die unzähligen Erinnerungen, die du uns hinterlässt.

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Wir hätten dir so sehr gewünscht, dass du Ende Oktober noch einmal mit deinen AH-Freunden nach Halle fahren kannst. Dass du wieder mit dabei bist, mit deinem Helm, deinen Geschichten und deinem unverwechselbaren Siggi-Humor.

Nun werden wir diese Fahrt ohne dich antreten. Aber wir werden an dich denken. Wir werden von dir erzählen und uns an die vielen gemeinsamen Momente erinnern. Und irgendwo zwischen all den Geschichten wird es sich vielleicht für einen Augenblick so anfühlen, als wärst du doch noch bei uns.

Denn Menschen wie du verschwinden nicht einfach aus dem Leben eines Vereins. Sie bleiben in den Erinnerungen, in den Freundschaften, in den Geschichten und in allem, was sie aufgebaut und weitergegeben haben.

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Du hast beim MBC Kierspe Spuren hinterlassen, die bleiben werden.

Mach's gut, Siggi. Danke, dass du einer von uns warst. Danke, dass du unser Freund warst.

Du wirst uns unendlich fehlen. Und du wirst für immer einer von uns bleiben.

🖤 💙 🤍 🖤

Deine Freunde vom MBC Kierspe

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