Die Vorzeichen standen schlecht. Der Kapitän war für dieses Spiel leider verhindert, so dass wir nur mit 4 Feldspielern und unserem Torwart 80 Minuten durchhalten mussten. Auch der Gegner musste ohne zwei seiner Leistungsträger (Jan Berner und Tobias Hahnenberg) antreten. Aber die ersten beiden Spiele von Seelze wurden klar dominiert und gewonnen, so dass der amtierende Nordmeister klar als Favorit anzusehen war. Bei schönem Wetter und gut bespielbaren Platz wollten 150 Zuschauer dieses Spiel sehen und es begann für den MBC noch schlimmer als gedacht.

Patrick Kietzmann fuhr aufs Feld und nach zwei Minuten gab sein Motorrad den „Geist“ auf. Kein Problem dachte man im Heimfahrerlager, auf die Ersatzmaschine und weiter geht´s. Aber auch die Ersatzmaschine hatte nach ca. 60 Sekunden keine Lust mehr. (Radnabe defekt). Somit mußte die letzte Ersatzmaschine ins Rennen geschickt werden. Aber auch das erwies sich heute als Nullnummer. Völlig deprimiert kam Patrick ins Fahrerlager und hatte schon die Befürchtung, dass unsere neu gesponserten Trikots ihm kein Glück brachten. So waren unsere Jungs die restlichen 15 Minuten ohne Patrick unterwegs.  Dass dieses Unterfangen nicht lange gut ging war allen klar und so brachte allerdings auch erst in 13 Minute ein Zilius-Bruder seine Farben durch einen Elfmeter in Front. Der zweite Treffer ließ knapp 60 Sekunden auf sich warten und schon schlug es wieder ein. (16. Meter Zilius) Im zweiten Viertel hatten die Mechaniker, die heute 80 Minuten im Dauereinsatz waren, eine Maschine wieder hinbekommen. Aber es ist nun mal nicht dasselbe, wenn man auf einem anderen Hobel fährt. So erhöhte wiederum ein Zilius auf 0:3. Das dritte Viertel war dann torlos, weil unsere Jungs alles gaben und versuchten dagegen zu halten. Unserem zweiten Spielführer Simon Konopka war es leider auch nicht vergönnt, den Ball im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. (Lattenkreuz). Im letzten Viertel kam es dann noch dicker. An Steven Blanks Maschine riss die gesamte Hinterradbremse und auch er musste jetzt die wieder reparierte zweite Ersatzmaschine nehmen. Glücklicherweise konnte Seelze diesen Umstand nur noch zweimal ausnutzen, so dass am Ende die Köpfe nicht unten hängen mussten.

Als Fazit muss man festhalten: Ein Tag, den man schnell abhaken muss. Die Mannschaft hat alles gegeben, aber die Technik wollte nicht so und diese ist natürlich mit 50% am Erfolg beteiligt. Doch allein daran lag es natürlich auch nicht. Unsere Jungs waren sehr engagiert und hatten versucht alles zu geben, aber wir waren heute auch im taktischen Bereich nicht so clever und zielstrebig, wie noch in den letzten Spielen.

Aber: „the show must go on“.

Das Positive aber zum Schluss: Die großen „Klatschen“ aus dem Vorjahr, sind bisher noch nicht eingetroffen und alle arbeiten daran, dass das so bleibt.  Dies ist ein Verdienst der immer besseren Abwehrarbeit und eines „bärenstarken“ Robin Joest.

Vielleicht gibt sich der ein oder andere Sponsor doch noch einen monetären Ruck, so dass wir unseren Fuhrpark modernisieren könnten, damit, wenn schon in Minimalstärke, dann aber 80 Minuten lang. Jetzt ist erst einmal 14 Tage Ruhe und dann geht es nach Malchin.